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Filmfest Sehpferdchen

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Weiter stark im Aufwind

Aktion-im-SpatzenkinoKino für Kinder, für Jugendliche und für Erwachsene offerierte das "Sehpferdchen" als "Filmfest für die Generationen" nun zum zweiten Mal – und mit einem Rekordergebnis! Nach dem sich schon von 2008 auf 2010 die Zuschauerzahl im Kino im Künstlerhaus Hannover verdoppelt hatte, konnte nochmals eine Zunahme um 31% verzeichnet werden. 3.579 Besucher kamen in Hannover zum "Filmfest für die Generationen". Das ist mit Abstand das beste Ergebnis seit dem ersten Kinderfilmfest im Jahr 1998. Zusammen mit dem Kullturinstitut als ‚Sehpferdchen-Partner' in der Stadt Braunschweig hatte das Filmfest insgesamt 4.515 Besucher.

Sehpferdchen aktiv

FilmSchule-4Auch seinen pädagogischen Anspruch konnte das "Sehpferdchen" mit einer großen Steigerung erfüllen. Fast zwei Drittel aller 68 Vorstellungen wurden mit einem Filmgespräch, vielfach mit Gästen, fortgesetzt. Hieran haben 2.299 Besucher teilgenommen – doppelt so viele wie im Jahr 2010. Stabil blieb die Beteiligung in medienpädagogischen Projekten, es waren 740 Kinder. Wie immer waren alle 15 Termine der FilmSchule ausgebucht, und in fünf Filmpatenschaften konnten sich Schulklassen mit einem Film aus dem Kinoprogramm kreativ auseinandersetzen. Die Ergebnisse kamen als Vorfilm auf die große Leinwand des Kinos. Das "Sehpferdchen" verbindet effektiv die Vermittlung von Medienkompetenz mit Filmkultur.

Kinderfilme

Tschuess-SpatzFür Kinder von vier bis zwölf Jahren gab es 16 Filme im Programm, alle waren Erstaufführungen für Hannover und Braunschweig. Konsequent wurden ungewöhnliche Stoffe und anspruchsvolle Darstellungen zum Auswahlkriterium genommen. Deshalb ist es beachtlich und erfreulich, dass hiermit ein Rekordergebnis erzielt werden konnte. Sicherlich ein Beleg dafür, dass im Adressatenkreis Schule dem Thema Film deutlich mehr Beachtung geschenkt wird.

Der ‚Renner' beim Publikum war "Stanleys Lunchbox" (Amole Gupte, Indien 2011, ab 8). Das humorvoll behandelte Thema "Schule in anderen Kulturen" zog so viele Schulklassen an, dass in Hannover eine Zusatzvorstellung organisiert werden musste. Dies trifft auch zu auf die zwei Angebote für die Jüngsten, nämlich den dänischen Animationsfilm "Tiger & Tattoos" (Karla von Bengtson, 2010, ab 6) und das Gastspiel des Spatzenkinos aus Berlin. Mit einem Programm von drei Kurzfilmen zum Thema Winter begeisterte und animierte der Spatz (er war persönlich angereist) 400 jüngste und vielfach erstmals im Kino gewesene Zuschauer aus Kindertagesstätten. Zum ersten Mal hat das "Sehpferdchen" sein Programm so weit nach "unten" ausgedehnt – und wird dies mit Sicherheit wiederholen.

Oliver-Ussing-Eva-Maria-Schneider-ReuterAuch lebhaft aber sehr ernst verlief ein weiterer Höhepunkt. Zusammen mit dem Regisseur Oliver Ussing sahen rund 140 Schülerinnen und Schüler den provokativen Film "Mein liebster Feind" (Dänemark 2010, FSK 12) im Kino im Künstlerhaus Hannover. Mit heftigen Gewaltszenen setzt er sich mit dem Thema Mobbing auseinander, mit dem Einfluss von medialen Gewaltdarstellungen auf Kinder, mit der Ausblendung und dem Ausgeblendet-sein der Erwachsenen und mit einem Schluss, der der Gewalt kein Ende zu setzen vermag. Höchst kontrovers diskutierten die Kinder/Jugendlichen und die Erwachsenen mit dem Regisseur länger als eine Stunde über die Frage, ob der Film zu weit gehe. Bald aber dominierte die Meinung der jüngeren, dass extreme Gewalt häufiger ist, als es Erwachsene vermuten. ‚Mein liebster Feind' sei keine Anleitung zum Mobbing, sondern habe ein angemessenes Level, um mehr Aufmerksamkeit auf die alltägliche Gewalt zu lenken. Oliver Ussing sagte im Anschluss, dass es genau solche Veranstaltungen seien, für die er seinen Film gemacht habe.

Die wahrhaft brilliant gelaufene Veranstaltung wurde von der hannoverschen Zeitung "Neue Presse" als Aufmacher des Hauptteiles mit Kommentaren und Recherchen zum Thema Mobbing gewürdigt. Auch Hannovers TV- Bürgersender "h1" sendete einen interessanten Bericht.

Filme14plus

Das Programm für Menschen ab 14 ist mit einem Besucherzuwachs von 27% gegenüber 2010 aus dem "Versuchsstadium" heraus gekommen. Fünf der acht Titel waren Erstaufführungen an den Spielorten. Das Konzept für 14plus verbindet Themen von privater bis globaler politisch-gesellschaftlicher Bedeutung durch jugendliche Protagonisten mit seinem Publikum. Größtes Interesse fanden zwei Filme, die genau diese Spannweite markierten. "Du fehlst mir, du fehlst mir" (Anders Grönros, Schweden/Finnland 2011, ab 14), die epische Studie einer Trauer, konzentrierte den Blick auf Tod und Verlust in einem intensiven Filmgespräch mit der Expertin für Trauerarbeit Ute Reimann. In zwei ausverkauften Vorstellungen (eine davon abends!) wurde der filmische Bogen gespannt zum Globalisierungsproblem Wasseraufstand in Bolivien: "Und dann der Regen" (Icair Bollain, Spanien/Frankreich/Mexiko 2010). Experten für Globalisierung und Entwicklung gaben in Filmgesprächen und Diskussionen dem Film noch mehr Tiefenschärfe.

Generationenkino

Ein weiterer Schritt, den Anspruch "Filmfest für die Generationen" einzulösen, wurde unternommen, indem herausragende Filme des Kinderprogramms auch im Abendprogramm platziert wurden. Die Zuschauerzahlen konnten noch nicht viel zum quantitativen Erfolg des Filmfestes beitragen. Doch das "Sehpferdchen" wird diesen Weg weiterverfolgen um generationsübergreifende Filmkultur zu etablieren.

Insgesamt ist die gute Resonanz auf das anspruchsvolle Programm zu werten als ein Publikums-Plädoyer für Filme außerhalb des Mainstreams und als Zeichen eines Bedarfs für Vielfalt, Originalität und Glaubwürdigkeit in der Filmkultur.

23. Februar – 5. März 2014
Kino im Künstlerhaus Hannover
Neue Schauburg Burgdorf
Cinema Neustadt
Filmpalast Nienburg

1. – 9. März 2014
Roter Saal Kulturinstitut Braunschweig
C1 Cinema Braunschweig

Internet: http://www.filmfest-sehpferdchen.de

 

 

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